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Der Vault-Aufräumtag: Verwaltungsrückstände in einem Tag abarbeiten

8 Min. Lesezeit · Für Manager / Konstrukteur · 14. Februar 2025

Vierzehn Dateien stehen auf den Namen eines Kollegen ausgecheckt, der seit Jahren nicht mehr hier arbeitet. Drei Projekte tragen den Status „aktiv“, während die Maschinen längst beim Kunden laufen. Es gibt einen Ordner „alt“, einen Ordner „alt endgültig“ und eine Handvoll Baugruppen mit „Kopie“ im Namen, die niemand für überflüssig zu erklären wagt. So beginnt kein Vault. So endet fast jeder Vault, wenn niemand eingreift.

Die gute Nachricht: Dieses Eingreifen muss kein Projekt über Wochen sein. Mit gezielter Vorbereitung können Sie Ihren Vault aufräumen, an einem einzigen Tag und mit dem ganzen Team: die Rückstände in einem Zug beseitigt, dazu ein paar Absprachen, damit es danach sauber bleibt. Eine Toolbox wie Thundercad hält die tägliche Inventor-Arbeit leicht, aber gegen einen verschlammten Vault hilft nur eines: ein Tag, an dem alle gemeinsam die Ärmel hochkrempeln. Das ist das Drehbuch.

Warum jeder Vault zuschlammt

Ein Vault verschmutzt nicht aus bösem Willen, sondern durch Vorrang: Es gibt immer ein Projekt, das wichtiger ist als Aufräumen. Dazu kommt: Aufräumen ist niemandes Aufgabe, es herrscht die Angst, dass „diese Kopie vielleicht noch gebraucht wird“, ausscheidende Kollegen lassen Arbeitskopien zurück, und Projekte haben zwar einen klaren Start, aber kein Abschlussritual. Fünf Ursachen, und keine davon löst sich von selbst. Die Symptome häufen sich derweil still: Suchen dauert länger, Dubletten erzeugen neue Dubletten, und neue Kollegen kopieren das Durcheinander, weil sie es für den Standard halten.

Was das kostet, bleibt lange unsichtbar. Bis ein Arbeitsvorbereiter einen halben Tag nach der richtigen Version eines Rahmens sucht oder ein Kollege auf einer veralteten Arbeitskopie weiterarbeitet, weil das Original seit Monaten auf einen fremden Namen ausgecheckt ist. Dann ist der Vault nicht nur unordentlich, sondern unzuverlässig, und unzuverlässig ist teurer als unordentlich: Menschen bauen daneben Schattenarchive auf Netzlaufwerken auf, und dann haben Sie zwei Probleme.

Die Woche davor: Bestand aufnehmen

Der Aufräumtag gelingt oder scheitert in der Woche davor. Ziehen Sie ein paar Listen, dann wissen Sie genau, wie groß die Aufgabe ist:

Verteilen Sie diese Listen vorab auf Verantwortliche, planen Sie den Tag mit dem ganzen Team und organisieren Sie zwei Dinge: jemanden mit Administratorrechten in Reichweite und eine frische Sicherung, bevor irgendetwas angefasst wird. Blocken Sie die Kalender wirklich: Ein Aufräumtag, an dem drei Leute „kurz etwas dazwischenschieben“, wird ein halber Aufräumtag.

Die Reihenfolge am Tag selbst

  1. Zuerst die Spielregeln. Eine Viertelstunde bei Kaffee: Die Sicherung steht, und niemand löscht heute etwas endgültig. Alles, was entbehrlich wirkt, wandert in einen Quarantäneordner oder in einen Archivstatus.
  2. Alle nehmen sich ihre eigenen Auscheckungen vor. Einchecken, was fertig ist, und das Auschecken dort rückgängig machen, wo keine echte Arbeit drinsteckt. Warum dieser Rückstand dauerhaft Zeit kostet, lesen Sie in Check-in-Disziplin: warum halb eingecheckte Arbeit so teuer ist.
  3. Das Erbe ausgeschiedener Kollegen. Der Administrator erledigt deren Auscheckungen nach den Entscheidungsregeln weiter unten.
  4. Dubletten und verstreute Dateien. Fall für Fall: Welche Datei ist das Original, auf welche verweisen Baugruppen? Der Rest geht in die Quarantäne.
  5. Projekte abschließen. Alles Fertige bekommt seinen Endstatus und wandert in den Archivteil der Struktur. Wie das gründlich geht, steht in Projekt fertig? So schließen Sie es sauber ab (und finden es in fünf Jahren wieder).
  6. Abschluss. Zählen Sie, was geschafft ist, notieren Sie die Restpunkte und legen Sie fest, wer sie wann übernimmt.

Halten Sie die Reihenfolge ein: zuerst die Auscheckungen, denn eine Datei, die auf einen Namen ausgecheckt ist, blockiert jede andere Entscheidung darüber. In der Praxis füllen die Auscheckungen und die Dubletten den Vormittag, die Projekte den Nachmittag.

Ein Vault bleibt nur sauber, wenn sauberes Arbeiten auch der schnellste Weg ist. Thundercad nimmt die Klickarbeit aus dem Öffnen, Schließen, Exportieren und dem Pflegen von Metadaten, damit die gute Gewohnheit keine Zeit kostet.

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Entscheidungsregeln für die schwierigen Fälle

Ausgecheckt von jemandem, der nicht mehr im Unternehmen ist: Schauen Sie zuerst in die Versionsgeschichte. Verweisen Baugruppen und Zeichnungen auf die zuletzt eingecheckte Version und gibt es keine Spur aktueller Arbeit, machen Sie das Auschecken rückgängig. Steckt in einer zurückgebliebenen Arbeitskopie doch echte Arbeit, checken Sie sie mit einem klaren Kommentar ein, damit der Nächste weiß, was er vor sich hat.

Doppelte Dateien: Das Original ist die Datei, auf die andere Dateien verweisen. Klären Sie den Fall über den Verwendungsnachweis, verschieben Sie den Verlierer in die Quarantäne und löschen Sie ihn nie an Ort und Stelle, denn irgendwo kann noch eine alte Baugruppe darauf zeigen.

Halb fertige Projekte: Die schließen Sie heute nicht ab. Der Aufräumtag ist dafür da, den Vault in Ordnung zu bringen, nicht um Konstruktionsrückstand aufzuholen. Markieren, einplanen, weitermachen.

Und bei jedem Zweifel: Quarantäne plus Notiz. Zehn geparkte Zweifelsfälle sind besser als eine endgültig verlorene Datei.

Tipp: Löschen Sie am Aufräumtag selbst nichts endgültig. Parken Sie Zweifelsfälle in einem Quarantäneordner und vereinbaren Sie eine Frist: Was danach noch unberührt dort liegt, darf weg. Das nimmt die Angst aus dem Aufräumen, und Angst ist die größte Bremse an so einem Tag.

Absprachen, die den Vault sauber halten

Ohne Absprachen stehen Sie bald wieder hier. Vier Absprachen machen den Unterschied:

Tragen Sie zum Schluss die nächste Aufräumrunde gleich in den Kalender ein. Mit den Absprachen von oben ist es beim nächsten Mal ein Vormittag statt eines ganzen Tages und auf Dauer ein Rundgang statt eines Arbeitstages.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Zeit kostet ein Aufräumtag wirklich?

Rechnen Sie mit ein paar Stunden Vorbereitung für das Ziehen und Verteilen der Listen und danach mit einem vollen Tag für das ganze Team. Erwarten Sie am Ende keinen perfekten Vault: Das Ziel ist die Masse weg und die Restpunkte vergeben. Eine zweite Runde dauert danach höchstens einen Vormittag.

Was machen wir mit Dateien, für die niemand geradestehen will?

Parken Sie sie mit einer Notiz im Quarantäneordner und vereinbaren Sie eine Aufbewahrungsfrist. Was danach noch unberührt dort liegt, kann weg. Die Versionsgeschichte von Vault bleibt Ihr Sicherheitsnetz: Endgültiges Löschen ist selten nötig und fast nie am Tag selbst.

Wie verhindern wir, dass der Vault in ein paar Monaten wieder voll ist?

Mit den Absprachen aus diesem Artikel: einer wöchentlichen Minirunde, einem Verantwortlichen und einer Austritts-Checkliste. Und indem Sie die täglichen Handgriffe leicht machen, denn Unordnung entsteht dort, wo sauberes Arbeiten Mühe kostet. Der kostenlose Probemonat von Thundercad zeigt, wie viel Klickarbeit aus einem Arbeitstag verschwinden kann.

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