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Materialien einheitlich festhalten: ein Name je Material

8 Min. Lesezeit · Für Konstrukteur · 7. Februar 2025

S235, S235JR und "Stahl". Für Sie und Ihre Kollegen ist das dreimal derselbe Baustahl. Für Inventor sind es drei verschiedene Materialien, jedes mit eigenem Namen, eigener Dichte und einer eigenen Zeile in jeder Liste, die Sie aus dem System holen. Solange alles innerhalb eines Projekts bleibt, fällt das kaum auf. Bis die Stücklisten mehrerer Projekte beim Einkauf auf einem Stapel landen.

Dann existiert dieselbe Tafel unter drei Namen, niemand zählt die Kilogramm Stahl noch zügig zusammen, und die ERP-Schnittstelle legt brav drei Artikel an, wo einer hätte stehen sollen. Materialien in Inventor verwalten ist deshalb im Kern eine Frage der Benennung: ein gepflegter Name je Material, in jeder Bibliothek, in jedem Modell. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie die Materialbibliothek aufräumen, wie Sie diese eine Namensliste vereinbaren und wie Sie bestehende Modelle gesammelt umstellen, unter anderem mit einer Toolbox wie Thundercad.

Warum drei Namen teurer sind als einer

Ein Rechner gruppiert nach exaktem Text. Sortieren oder filtern Sie eine Stückliste nach Material, bilden S235 und S235JR zwei getrennte Gruppen und "Stahl" eine dritte. Die Arbeitsvorbereitung, die wissen will, wie viel Kilogramm Baustahl im Projekt stecken, addiert also von Hand drei Zeilen, jedes Mal aufs Neue. Geht die Stückliste weiter in ein ERP-System, entstehen dort drei Materialsätze, später mit drei Bestandspositionen und drei Bestellzeilen für exakt dieselbe Tafel.

Die zweite Rechnung steckt in den Eigenschaften hinter dem Namen. Wer "eben schnell" ein eigenes Material anlegt, trägt selbst eine Dichte ein, und das geht regelmäßig schief. Drei Varianten desselben Stahls bedeuten drei Stellen, an denen dieser Fehler sitzen kann, ohne dass jemand den Unterschied auf der Zeichnung sieht. Was passiert, wenn dadurch Massen durch Ihr Projekt wandern, und wie Sie das prüfen, lesen Sie in Gewichte und Materialien in der Stückliste, die wirklich stimmen. Hier packen wir die Ursache an: die Namen selbst.

Wie der Wildwuchs entsteht

Niemand beschließt bewusst, drei Namen für denselben Stahl zu führen. Es schleicht sich ein, über einige feste Wege:

Erkennen Sie zwei oder drei dieser Wege wieder, wissen Sie auch, warum ein Verbotszettel nicht wirkt: Sie müssen den Standardweg leichter machen als den Schleichweg.

Eine gepflegte Namensliste als Fundament

Der Kern der Lösung ist eine kurze, gepflegte Liste: je Material, das Sie wirklich verwenden, genau ein Name. Diese Liste ist kein Dokument für die Schublade, sondern der Inhalt der gemeinsamen Materialbibliothek. Ein paar Absprachen machen sie haltbar:

Je kürzer die Liste, desto größer die Chance, dass alle sie nutzen. Zwanzig Materialien, die stimmen, sind mehr wert als zweihundert, von denen die Hälfte doppelt ist.

Die Materialbibliothek in vier Schritten aufräumen

  1. Erfassen Sie, was gerade im Umlauf ist. Exportieren Sie aus einer Handvoll aktueller Projekte die Stückliste mit Materialspalte und sammeln Sie alle eindeutigen Namen. Die Chance ist groß, dass Sie erschrecken: Dutzende Varianten für eine Handvoll echter Materialien.
  2. Bestimmen Sie je Gruppe den Gewinner. Stellen Sie alle Schreibweisen desselben Materials zusammen und wählen Sie je Gruppe den Namen, der auf die gepflegte Liste kommt. Prüfen Sie gleich die Dichte und die übrigen Eigenschaften dieses Gewinners.
  3. Bauen Sie die saubere gemeinsame Bibliothek. Nehmen Sie nur die Gewinner auf, verknüpfen Sie die Bibliothek im Projekt mit allen Arbeitsplätzen und passen Sie die Vorlagen an, damit neue Bauteile automatisch daraus schöpfen.
  4. Archivieren Sie die alten Bibliotheken. Löschen Sie sie nicht sofort, nehmen Sie sie aber aus der Projektkonfiguration. Alte Modelle lassen sich dann weiterhin öffnen, während neue Modelle nur noch die saubere Liste sehen.

Neugierig, wie viele Materialvarianten in Ihren Baugruppen umherwandern? Mit der Toolbox richten Sie eine solche Prüfung in wenigen Minuten ein, ganz in Ihrer eigenen Inventor-Umgebung.

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Bestehende Modelle gesammelt umstellen

Mit einer sauberen Bibliothek ist die neue Arbeit geregelt, aber Ihre bestehenden Modelle verweisen noch massenhaft auf die alten Namen. Bauteil für Bauteil zu öffnen und umzustellen ist keine Option: Bei einer Baugruppe mit vierhundert Positionen sind Sie einen Tag beschäftigt und übersehen garantiert einige.

Gehen Sie es deshalb je Baugruppe an. Mit Assembly iProp Menu von Thundercad sehen Sie die Eigenschaften einer kompletten Baugruppe in einer Liste, einschließlich dessen, was je Bauteil an Material festgehalten ist. Filtern Sie auf die alten Namen, markieren Sie die ganze Gruppe und aktualisieren Sie sie in einer Sammelaktion auf den Namen der gepflegten Liste, statt Datei für Datei zu klicken. Dieselbe Vorgehensweise funktioniert übrigens für Projektnummern, Benennungen und andere Felder; wie Sie das organisieren, lesen Sie in Metadaten einer kompletten Baugruppe in einem Zug aktualisieren.

Versuchen Sie nicht, Ihr gesamtes Archiv an einem Wochenende umzustellen. Die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt: zuerst die Baugruppen, die gerade in Bearbeitung sind, danach jedes alte Projekt in dem Moment, in dem es für eine Änderung oder einen Wiederholauftrag ohnehin geöffnet wird. So wächst der saubere Bestand von selbst mit der Arbeit mit, ohne eigene Aufräumwochen.

So bleibt es sauber

Aufräumen ist ein Projekt, Sauberhalten eine Gewohnheit. Drei Dinge halten die Liste in Ordnung. Neue Materialien kommen nur über die verantwortliche Person hinein, mit einer kurzen Begründung, warum die bestehende Liste nicht ausreicht. Importierte STEP-Dateien bekommen beim Eingang ein echtes Material aus der Liste oder eine ausdrückliche Kennzeichnung, dass die Masse von Hand eingetragen ist. Und bei der Freigabe eines Projekts schaut jemand einmal auf die Materialspalte der Stückliste.

Tipp: Vergleichen Sie bei jeder Freigabe die Materialspalte Ihres Stücklistenexports mit der gepflegten Namensliste. Jeder Name, der nicht auf der Liste steht, ist per Definition ein Ausreißer: sofort sichtbar, sofort zu korrigieren, noch bevor der Einkauf damit arbeitet.

Nach ein paar Projekten wird die Prüfung langweilig, und genau das ist die Absicht: keine Überraschungen mehr in der Materialspalte, Gewichte, denen Sie trauen können, und ein ERP ohne dreifache Artikel.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich abgeschlossene Projekte rückwirkend umstellen?

Nein. Ein abgeschlossenes Projekt, das nie wieder geöffnet wird, richtet mit alten Materialnamen keinen Schaden an. Stellen Sie nur um, was erneut in Bearbeitung kommt, etwa bei einem Wiederholauftrag oder einer Revision. So stecken Sie die Mühe in Modelle, die noch eine Zukunft haben.

Wähle ich S235 oder S235JR als gewinnenden Namen?

Wählen Sie die Bezeichnung, unter der Sie tatsächlich bestellen und zertifizieren; in den meisten Werkstätten ist das die vollständige Normbezeichnung wie S235JR. Wichtiger als die Wahl selbst ist, dass es genau einen Gewinner gibt und dass Einkauf und Arbeitsvorbereitung denselben Namen verwenden. Halten Sie die Wahl in der Namensliste fest, dann ist die Diskussion einmalig.

Wie viel Arbeit ist eine solche Aufräumaktion?

Rechnen Sie, als Annahme, mit einem halben Tag für das Erfassen und den Aufbau der sauberen Bibliothek und danach mit Minuten je Baugruppe, wenn Sie gesammelt statt je Datei umstellen. Wenn Sie diese Sammelarbeit mit Assembly iProp Menu in Ihren eigenen Modellen sehen möchten, können Sie Thundercad 30 Tage kostenlos testen.

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