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Warten auf Inventor: So verkürzen Sie Start und Laden spürbar

9 Min. Lesezeit · Für Konstrukteur · 28. Juni 2024

Ein Konstrukteur fährt morgens seine Workstation hoch, klickt auf das Inventor-Symbol und geht zum Kaffeeautomaten. Bis die Tasse voll ist, steht gerade der Startbildschirm. Niemand wundert sich darüber, denn so läuft es jeden Morgen, und ehrlich gesagt auch nach jeder Mittagspause, in der das Notebook eingeschlafen ist.

Dieses Warten wirkt wie ein kleines Ärgernis, doch es summiert sich: ein paar Minuten beim Start, ein paar bei jeder großen Baugruppe, und unbemerkt stehen pro Monat etliche Stunden auf dem Zähler. Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob es stört, sondern warum Inventor beim Starten und Laden langsam ist, und vor allem, welche Hebel Sie selbst in der Hand haben. Ein Teil steckt in der Konfiguration, ein Teil in Arbeitsgewohnheiten, und für das Bündeln gibt es Werkzeuge; eine Toolbox wie Thundercad öffnet zum Beispiel komplette Sitzungen in einem Schritt statt Datei für Datei.

Eine Abgrenzung vorab: Dieser Artikel behandelt die Systemseite, also alles rund um Inventor herum. Ist ein einzelnes Modell zäh, während vergleichbare Modelle flott laufen, liegt die Ursache in diesem Modell selbst. Dafür lesen Sie besser, wie Sie bei einem trägen Inventor-Modell die wahren Verursacher finden.

Machen Sie das Warten zuerst sichtbar

Wartezeit ist tückisch: Sie fällt in kleinen Portionen an, und niemand bucht sie irgendwo. Notieren Sie deshalb eine Woche lang kurz, wann Sie auf Inventor warten. Mehr als ein Zettel neben der Tastatur muss das nicht sein.

Rechnen Sie anschließend mit Ihren eigenen Zahlen. Ein Rechenbeispiel mit Annahmen: zwei Minuten Start, dazu dreimal täglich vier Minuten Laden beim Wechsel von Datei oder Projekt. Das sind vierzehn Minuten pro Tag und bei zwanzig Arbeitstagen gut viereinhalb Stunden pro Monat und Person. Die Messung zeigt sofort, welchen Hebel Sie zuerst anfassen sollten: den Start, das Netz oder Ihre Art zu öffnen.

Starten: alles, was ungefragt mitlädt

Inventor startet nie allein. Bei jedem Start laden Add-ins mit, werden Vorlagen und Stilbibliotheken angesprochen und die Projektdatei wird gelesen. Jeder Posten kostet ein wenig Zeit, und zusammen entscheiden sie, ob der Startbildschirm in Sekunden steht oder erst nach Minuten.

Ungenutzte Add-ins auf Laden bei Bedarf stellen

Öffnen Sie den Add-In Manager und seien Sie ehrlich: Welche Übersetzer, Importwerkzeuge und Hilfsprogramme nutzen Sie wirklich täglich? Alles, was Sie selten brauchen, stellen Sie vom automatischen Laden auf Laden bei Bedarf um. Das Werkzeug bleibt verfügbar, belastet aber nicht mehr jeden Start. Gehen Sie die Liste einmal pro Quartal erneut durch, denn sie wächst still mit jeder Installation.

Vorlagen und Stile in die Nähe holen

Liegen Ihre Vorlagen und die Stilbibliothek auf einer langsamen Netzwerkfreigabe, warten Sie bei jedem Start und bei jedem neuen Dokument darauf. Zentrale Verwaltung ist richtig, doch die Freigabe muss schnell sein. Klären Sie mit der IT, ob die Bibliothek auf einem flotten Speicherort liegen kann, oder vereinbaren Sie eine lokale Kopie, die regelmäßig aktualisiert wird. Dieselbe Frage gilt für die Projektdatei: Je weniger Suchpfade auf langsame Orte zeigen, desto schneller ist Inventor mit dem Start durch.

Laden: lokal schlägt Netzwerk

Der größte Ladegewinn steckt fast immer im Speicherort Ihrer Arbeitsdateien. Eine Baugruppe, die direkt von einer Netzwerkfreigabe geöffnet wird, zieht jedes Bauteil über das Netz herein; dieselbe Baugruppe aus einem lokalen Arbeitsordner ist oft um ein Vielfaches schneller. Wer mit Vault arbeitet, macht das automatisch richtig: Das Auschecken in den lokalen Arbeitsordner gibt es genau aus diesem Grund. Arbeiten Sie ohne Vault, dann vereinbaren Sie, dass laufende Projekte lokal liegen und das Netz für Archiv und Austausch dient.

Schauen Sie außerdem, was in diesem Arbeitsordner liegen geblieben ist. Alte Versionen, Sicherungskopien und temporäre Dateien stapeln sich, und Tausende überflüssiger Dateien machen Suchen, Öffnen und Speichern zäh. Ein überquellender Arbeitsordner ist zudem ein Zeichen dafür, dass nie aufgeräumt wird, und das rächt sich am härtesten in den Projekten mit dem größten Zeitdruck.

Tipp: Planen Sie einen festen Aufräumtermin pro Woche für Ihren lokalen Arbeitsordner: alte Versionen löschen, abgeschlossene Projekte zurück ins Archiv, temporäre Exportdateien entfernen. Eine Viertelstunde am Freitag, und jeden Montag starten Sie in einer aufgeräumten Umgebung.

Sie möchten wissen, wo die Wartezeit in Ihrem Arbeitstag steckt? Die Öffnungs- und Sitzungswerkzeuge von Thundercad laufen einen Monat lang kostenlos in Ihren eigenen Projekten mit.

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Öffnen Sie Ihren Tag in einem einzigen Schritt

Die teuerste Gewohnheit ist nicht der langsame Start selbst, sondern die Anzahl der Male, die Sie ihn erleben. Wer den ganzen Tag einzelne Dateien öffnet, wartet zehnmal kurz und verliert zehnmal die Konzentration. Drehen Sie es um: Sammeln Sie, was Sie heute brauchen, und öffnen Sie es in einem Zug, zu einem Zeitpunkt, an dem Warten keine Aufmerksamkeit kostet.

Mit Batch Open aus der Thundercad-Toolbox öffnen Sie die Dateien einer Baugruppe in einem Schritt: Das Hauptmodell mit den zugehörigen Bauteilen und der Zeichnung steht bereit, während Sie Ihre erste Besprechung führen oder Kaffee holen. Am Ende des Tages parken Sie mit Quick save Ihre komplette Arbeitssitzung, und mit Quick load steht dieselbe Sitzung am nächsten Morgen genau so wieder bereit: dieselben Dokumente, bereit zum Weiterarbeiten an genau der Stelle, an der Sie aufgehört haben. So verschieben Sie das Warten von zehn verstreuten Momenten auf einen Zeitpunkt, den Sie selbst wählen.

Arbeiten Sie vor allem mit großen Baugruppen, ist dort noch mehr zu holen. Lesen Sie auch, wie Sie große Baugruppen schneller öffnen und wieder sauber schließen; dort wird diese Arbeitsweise weiter vertieft.

Den Gewinn halten

Schnelleres Starten und Laden ist kein einmaliges Projekt, sondern kleine Instandhaltung. Das Ärgerliche an Wartezeit ist, dass sie zurückschleicht: hier ein neues Add-in, dort ein aufgeblähter Arbeitsordner, und drei Monate später läuft die Kaffeepause wieder synchron mit dem Fortschrittsbalken.

  1. gehen Sie die Add-in-Liste einmal pro Quartal durch und stellen Sie Neuzugänge auf Laden bei Bedarf;
  2. halten Sie den wöchentlichen Aufräumtermin für den Arbeitsordner ein;
  3. messen Sie nach jeder Änderung erneut mit derselben Wochenmessung, dann sehen Sie, was eine Maßnahme wirklich bringt;
  4. bleibt es langsam, obwohl Konfiguration und Gewohnheiten stimmen, legen Sie Ihre Messung der IT vor: Zahlen in Minuten pro Tag machen das Gespräch über Workstations und Netzwerk deutlich konkreter.

Häufig gestellte Fragen

Ist neue Hardware nicht einfach die schnellste Lösung?

Eine flotte Workstation hilft sicher, doch sie behebt weder eine langsame Netzwerkfreigabe noch einen Stapel überflüssiger Add-ins; die bremsen auf jeder Maschine. Drehen Sie es um: erst die kostenlosen Hebel aus diesem Artikel, danach mit der Messung in der Hand beurteilen, ob Hardware noch nötig ist. So investieren Sie auf Basis von Zahlen statt nach Gefühl.

Kann ich Inventor nicht einfach den ganzen Tag offen lassen?

Sicher, und das ist auch ein guter Weg, Startzeit zu vermeiden. Nur das Laden löst es nicht: Das kommt bei jeder Baugruppe zurück, die Sie öffnen. Am besten wirkt die Kombination: ein Start pro Tag, und die benötigten Dateien in einem Schritt öffnen statt über den Tag verteilt.

Was ist der schnellste erste Schritt?

Beginnen Sie mit der Wochenmessung, denn sie kostet nichts und zeigt den größten Posten. Wollen Sie das Bündeln der Öffnungsarbeit sofort ausprobieren, ist der kostenlose Probemonat ein niedrigschwelliger Einstieg: Thundercad herunterladen und morgen früh die ganze Sitzung in einem Zug öffnen.

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